Psychiatrie &  Psychotherapeutische Medizin

Gesundheitsstörungen und Auffälligkeiten, die die Psyche eines Menschen betreffen, werden im medizinischen Fachgebiet der Psychiatrie abgedeckt. Bei diesen Beschwerden ist zunächst unerheblich, ob sie körperlichen oder psychischen Ursprungs sind – die Gesamtheit aus Symptomen, Umwelt Faktoren und oftmals komplexer Vorgeschichte der Erkrankung bildet die Grundlage für meine Diagnostik und Behandlung. Die Psychiatrie umfasst viele Erkrankungen: Affektive Störungen -zu welchen unter anderem Angst und Depressionen gehören; Organische Störungen mit psychiatrischen Begleitsymptomen; Wahnhafte Störungen; Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis; Persönlichkeitsstörungen.
Depression
Eine Depression ist eine schwere psychische Erkrankung. Die Patienten fühlen sich niedergeschlagen, verlieren ihre Interessen und sind erschöpft. Die Krankheit kann über längere Zeit bestehen und bessert sich ohne Behandlung meist nicht von alleine.

Symptome: Niedergeschlagenheit, Freud- und Interessenverlust, Antriebslosigkeit, aber auch Unruhe -Agitiertheit ist möglich; dies kann kombiniert sein u.a. mit Schlafstörungen, Selbstzweifel, mangelndes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, sowie Konzentrationsstörungen.

Ursachen: Teilweise genetische Veranlagung, äußere Faktoren wie seelische Kränkungen, Überforderung im Alltag, traumatische Ereignisse, Verlusterlebnisse; Einsamkeit; auf somatischer Ebene kommt es zu einem gestörten Botenstoffwechsel (Serotoninmangel) im Gehirn.
Burnout (Erschöpfungs-
depression)
Burnout beschreibt einen Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Die Betroffenen können sich nur schlecht konzentrieren, machen viele Fehler. Manche verlieren auch die Energie für ihr Privatleben. Burnout wird meist auf Überforderung und Stress im Beruf zurückgeführt. Die Ursachen sind aber vielfältig.

Symptome: berufliches Überengagement, Vernachlässigung des Privatlebens -der eigenen Bedürfnisse, dann folgt meist Erschöpfung, keine Möglichkeit "abzuschalten", psychosomatische Beschwerden, Gefühl mangelnder Anerkennung, „innere Kündigung“, Distanziertheit, Zynismus, Leistungseinbußen, sozialer Rückzug und Depression.

Ursachen: Burnout wird meist auf Überforderung und Stress im Beruf zurückgeführt; kann aber auch im privaten Alltag vorkommen. Es kommt zu Selbstüberforderung oder Stress durch äußere Umstände, durch den Wunsch perfekt zu sein. Das Selbstbewusstsein wird nur über Leistung definiert; Oft gibt es Probleme „Nein“ zu sagen, Es gibt einen starken Wunsch nach Anerkennung.
Schlafstörungen
Schlafstörungen sind weit verbreitet. Es gibt Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen, manchmal aber auch ein erhötes Schlafbedürfnis, sowie verschiedene Arten von Tagesschläfrigkeit (z.b. Narkolepsie), schlafbezogene Bewegungsstörungen (z.b. das Restless-Legs-Syndrom; Schlafwandeln) und schlafbezogene Atmungsstörungen (z.B. das Schlafapnoe-Syndrom).

Symptome: Am Morgen das Gefühl "nicht ausgeschlafen zu sein". Neben Müdigkeit können untertags auch allgemeines Unwohlsein, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Gedächtnisprobleme sowie Essstörungen auftreten.

Ursachen sind vielfältig: Stress, ungünstige Schlafbedingungen, psychische (wie z.b. unbewältigte Probleme untertags) und somato- neurologische Erkrankungen, Drogen/Alkoholkonsum.
Angstzustände
Es gibt keinen Menschen, der frei von Angst ist. Bei manchen Menschen nimmt die Furcht aber ein übersteigertes Ausmaß an. Dann spricht man von einer Angsterkrankung.

Symptome: Die typischen Anzeichen sind neben massiver (Todes) Angst und Panik auch körperliche Symptome wie Brustschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Beklemmungsgefühle und sogar Bewusstseinsstörungen können auftreten.

Ursachen: Zur Entstehung von krankhafter Angst bzw. Angststörungen gibt es verschiedene Theorien. Zu den Faktoren die Angstzustände auslösen können unter anderem Stress, verschiedene Traumata, sowie auch Alkohol- und Drogenkonsum; und sie können auch begleitend zu körperlichen Erkrankungen auftreten.
Posttraumatische Belastungsstörung / Post traumatic stress disease (PTSD)
Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine psychische Erkrankung, die durch ein selbst erlebtes oder unmittelbar beobachtetes extrem belastendes Ereignis (wie z.b bei Gewalt, Krieg, etc.), entsteht. Nach einem Trauma, welches eine außergewöhnliche Bedrohung mit katastrophalen Ausmaß darstellt und welches bei jedem tiefe Verzweiflung auslösen würde, entwickeln ca. 25% der Betroffenen eine posttraumatische Belastungsstörung. Die Symptome können nach einigen Wochen bis Monaten auftreten und in einen chronischen Verlauf übergehen.

Symptome: Zumeist eine generelle Angespanntheit, mit einer ständigen vegetativen Übererregbarkeit, ständige Angst und oft auch Gereiztheit, sowie Depressionen. Es besteht eine erhöhte Sensibilität gegenüber äußeren Reizen, welche auch oft Triggerfunktion haben und dann quälenden Erinnerungen und gedankliches Wiedererleben des Traumas (Flashbacks) auslösen können. Des Weiteren besteht untertags oft ein Vermeidungsverfahren und nachts treten Schlafstörungen, sowie Alpträume auf.

Die Ursachen für eine Posttraumatische Belastungsstörung können sehr vielfältig sein. In jedem Fall handelt es sich dabei allerdings um ein traumatisches Erlebnis. Der Betroffene erleidet eine ernsthafte Bedrohung und spürt, dass es um sein eigenes Überleben geht.
Bipolare Störungen
Bei der bipolaren Störung treten massive oft auch schnell wechselnde Stimmungsschwankungen auf manische Phasen wechseln sich mit depressiven Phasen ab. "Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt".

Symptome: In den manischen Phasen sind die Patienten euphorisch und manchmal erleben sie zugleich auch massive Gefühle von Gereiztheit; sie sind voller Energie und Selbstübereinschätzung bis hin zum Größenwahn; der Antrieb ist gesteigert und das Schlafbedürfnis nicht mehr vorhanden; es besteht die Gefahr der Erschöpfung. Diese Phase schlägt dann plötzlich in eine depressive Episode um, in denen die Betroffenen niedergeschlagen und antriebslos sind und auch Suizidgedanken entwickeln können.

Ursachen: genetische Veranlagung, Störung des Neurotransmittergleichgewichts im Gehirn, Auslösefaktoren können emotionale Belastungen und Stresssituationen sein. 
Wahnhafte Störungen und Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis

Eine wahnhafe Störung ist eine Verkennung der Realität und diese wahnhafte Überzeugung ist meist nicht korrigierbar. 

Symptome: Wahnhaftes Erleben kann unter verschiedenen Formen auftreten - u.a. können Verfolgungs-und Vergiftungsideen, ebenso wie Schuld und Verarmungswahn auftreten; Halluzinationen (visuell, akustisch, etc.) können ebenfalls begleitend auftreten. Es bestehen formale und inhaltliche Denkstörungen, sowie eine Informationsverarbeitungsstörung und die Beziehung zu anderen Menschen ist gestört; des Weiteren kann es auch zu skurrilen und impulsgestörten Verhaltensauffälligkeiten kommen.

Die Ursachen sind vielfältig - eine Rolle kann eine genetische Vorbelastung spielen, gestörte Entwicklung der Hirnstrukturen, ebenso wie familiäre Faktoren und belastende Lebensereignisse. Für die Symptome ist eine Störung der Neurotransmitter (Dopamin spielt eine wesentliche Rolle) ursächlich.
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